02.03.2017 10:46 Alter: 27 days
Kategorie: Allgemeines

Andreas Krenz startet mit einem Angehörigen-Seminar für Suchtkranke


Andreas Krenz

 "Angehörige von Suchtkranken verlieren oft ihre eigene Mitte. Ihr Leben beginnt sich irgendwann nur noch um den Suchtkranken zu drehen. Aus dieser Spirale müssen sie heraus und sich wieder auf ihr eigenes Leben besinnen. Dabei wollen wir ihnen helfen", sagt Andreas Krenz. Er lädt zu einem neuen Angehörigen-Seminar nach Buchholz ein, das am 16. März beginnt und über acht Abende geht. Seit Beginn des Jahres leitet der 55-jährige Diplom-Sozialpädagoge die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes der Kirchenkreise Hittfeld und Winsen. Er ist Nachfolger von Josef Nikolaus.

Andreas Krenz war Krankenpfleger in der medizinischen Aufnahme des damaligen Allgemeinen Krankenhauses St. Georg in Hamburg und hatte dadurch oft Kontakt zu Suchtkranken. Er studierte Soziale Arbeit mit den Schwerpunkten Prävention und Rehabilitation und arbeitete als Diplom-Sozialpädagoge viele Jahre in psychiatrischen Einrichtungen. Nach einer psychoanalytischen Suchttherapieausbildung studierte er zwei Jahre an der Universität Hamburg Konfliktberatung und Mediation. Danach arbeitete Andreas Krenz erst in einer Tagesklinik für Alkohol- und Medikamentenabhängige bei der Martha-Stiftung in Hamburg-Hummelsbüttel und anschließend bei der Therapiehilfe in der Fachklinik Bockholt, einer stationären Rehabilitation für Drogenabhängige.

"In meinem Beruf habe ich das Gefühl, am Leben ganz dicht dran zu sein. Mich interessiert es, wie Menschen ihr Leben mit all der Dynamik und den Widersprüchen bewältigen. Und mich fasziniert das therapeutische Arbeiten", sagt Krenz. Im Beratungszentrum des Diakonischen Werkes in der Neuen Straße in Buchholz schätzt er den direkten Kontakt zu den Kollegen der anderen Beratungsstellen: "Die Suchtberatungsstelle ist fachlich sehr gut aufgestellt. Wir können Menschen zudem direkt an die anderen Beratungsstellen weitervermitteln, das ist sehr hilfreich für unsere Arbeit", sagt Krenz.

Er freut sich auf das vielfältige Tätigkeitsfeld, das er im Team mit den anderen Beraterinnen Dr. Ellen Wulf, Stefanie Kerth und Dagmar Behrens mitgestalten möchte. Etwa 400 Klienten werden jährlich in der Fachstelle Sucht und Suchtprävention beraten. Die meisten von ihnen sind alkoholabhängig, die Suchtberatung steht aber allen Suchtkranken offen. Es gibt offene Sprechzeiten und nach telefonischer Anmeldung individuelle Gesprächstermine. Die Fachstelle arbeitet eng mit Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige zusammen und lädt, nach einem persönlichen Beratungsgespräch, regelmäßig montags um 17.30 Uhr zu einer Informations- und Motivationsgruppe ein. "Es ist wichtig, dass die Suchtkranken sich hier angenommen fühlen und ihre eigene Situation klären können. Wir können sie beraten, Therapien in anderen stationären Einrichtungen beantragen oder auch selbst ambulant durchführen", sagt Krenz.

Neben seiner Tätigkeit in Buchholz lehrt Andreas Krenz an zwei Heilpraktikerschulen in Hamburg und Kiel. In seiner Freizeit verreist Andreas Krenz gern mit seiner Frau und seinen vier Kindern, er spielt Gitarre, ist stolzer Besitzer einer "Fender Stratocaster" und liest viel.

 

Detaillierte Informationen zum Seminar:

Die Sucht stellt sich für Angehörige oft als belastendes Phänomen dar. Das oft selbstzerstörerische Verhalten eines Suchtkranken ist für Außenstehende nur schwer verständlich. Sorge, Zuversicht, Enttäuschung, manchmal ohnmächtige Wut können mit der Zeit das Gefühlsleben dominieren.

Im Angehörigen-Seminar erfahren Angehörige an den acht Abenden:
- Sucht verstehen: Das innere Erleben des Suchtkranken
- Was Suchtkranke in uns auslösen: Umgang mit innerer Resonanz
- Was hilft, was nicht: Über den Unterschied zwischen gut und gut gemeint
- Selbstfürsorge für Angehörige
- Entspannungsverfahren
- Umgang mit Scham
- Co-Abhängigkeit: Verstrickungen erkennen und verändern
- Und nach der Therapie? Wieder zueinander finden.

Das Seminar beginnt am Donnerstag, 16. März und findet an acht aufeinanderfolgenden Abenden statt, jeweils donnerstags von 15.30 bis 17 Uhr in der Fachstelle in der Neuen Straße 8 in Buchholz. Nach einer fachlichen Einführung in das Thema von Andreas Krenz besteht die Möglichkeit für Fragen und Diskussion. Die Teilnahme ist kostenlos, die Therapeuten unterliegen der Schweigepflicht. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 04181-4000.

BU: Andreas Krenz vor der Beratungsstelle des Diakonischen Werkes der Kirchenkreise Hittfeld und Winsen in Buchholz. Foto: C.Wöhling


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